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MDAX: Der kleine Bruder des DAX

Der MDAX (Mid-Cap-DAX) umfasst 50 mittelgroße, vorwiegend in Deutschland tätige Unternehmen. Seit Januar 1996 spiegelt der MDAX  die Kursentwicklung dieser mittelgroßen Unternehmen wider, die, gemessen an Marktkapitalisierung und Börsenumsatz, den 30 Unternehmen des DAX folgen.

Aufgrund dessen wird der MDAX auch oft als „kleiner Bruder“ des DAX bezeichnet. Doch die Nebenwerte verlocken immer mehr Anleger zur Investition.

MDAX beinhaltet klassische Branchen

Die 50 mittelgroßen Unternehmen, die im MDAX geführt werden (bis 2003 waren es noch 70 Werte), kommen vorwiegend aus den klassischen Wirtschaftsbereichen.

Hierzu zählen zum Beispiel Industriebranchen wie der Anlagen- und Maschinenbau, der Chemiebereich oder Automobilzulieferer.


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Im MDAX gilt die 60/60-Regelung

Zweimal im Jahr – im März und September – wird die Zusammensetzung des MDAX aktualisiert. Auch bei Fusionen und größeren Neuemissionen ändert sich die Zusammensetzung.

Zudem gilt die „60/60-Regel“. Diese besagt, dass nur Unternehmen in den MDAX aufgenommen werden, deren Marktkapitalisierung und Börsenumsatz zu den 60 größten hinter dem DAX zählen. Werden diese Kriterien nicht erfüllt, bedeutet dies den Ausschluss aus dem MDAX.

MDAX-Berechnung als Performance-Index und Kursindex

Der MDAX wird sowohl als Performance-Index als auch als Kursindex berechnet. In den Medien wird meist der Performance-Index vorgestellt, der davon ausgeht, dass die ausgeschütteten Dividenden wieder in den Index reinvestiert werden. Kursindizes berücksichtigen hingegen auch die Dividendenabschläge der Einzelwerte.

Die Berechnung des MDAX basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems XETRA der Deutschen Börse AG. Der Zugang zum XETRA ist an den Handelstagen der Frankfurter Wertpapierbörse im Zeitraum von 9.00 Uhr – 17.30 Uhr verfügbar. Nach 17.30 Uhr MEZ (XETRA-Schluss) berechnet die Deutsche Börse AG bis 20.00 Uhr den L-MDAX („Late MDAX“), der den nachbörslichen Parketthandel des MDAX wiedergibt.

Erfüllung der Transparenz-Kriterien

Ebenso wie die Unternehmen aus dem DAX, TecDAX und SDAX müssen auch die Gesellschaften des MDAX den Transparenzanforderungen des Prime Standards entsprechen.

Zu diesen Kriterien gehören unter anderem die Rechnungslegung nach internationalen Standards, regelmäßige Veröffentlichungen wie Finanzberichte und Ad-Hoc-Mitteilungen in deutscher und englischer Sprache sowie mindestens eine Analystenkonferenz im Jahr.

Investieren in den MDAX?

Viele Anleger investieren in Zeiten der Schuldenkrise sogar lieber in den MDAX als in den DAX. Da der MDAX weniger Finanzwerte beinhaltet, leiden die Werte der Unternehmen im MDAX oft nicht so stark unter der europäischen Schuldenkrise wie die Werte des DAX.

Zudem sind auch die mittelgroßen Unternehmen mittlerweile international tätig und profitieren von der weltweiten Nachfrage. Aufgrund ihrer Spezialisierung sind sie gefragter denn je.

Somit ist bei einer Investition an der Börse nicht nur der DAX interessant. Auch der MDAX bietet gute Investitionsmöglichkeiten, die dem DAX manchmal sogar überlegen sein können.

8. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.