Umbau Europas: Radikale Reformen stehen bevor

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron wollen eine Neuordnung in Europa, sprich: eine EU-Reform.

Nun hat der Think Tank France Stratégie, welcher der französischen Regierung nahesteht, weitere Vorschläge ausgearbeitet, um die Verschuldung Europas zu bekämpfen.

Und diese sind radikal. Denn dabei geht es nicht um die Vergemeinschaftung von Schulden, sondern gar um Enteignungen!

Sie müssen mit radikalen Reformen rechnen

Selbst die Denkfabrik spricht hinsichtlich ihrer eigenen Vorschläge von radikalen Reformen – und das will schon etwas heißen, meinen Sie nicht auch…?!

Der Think Tank versucht Antworten auf die Frage zu bekommen: „Wie schafft man eine Auflösung der staatlichen Schulden in der Euro-Zone?“

Ohne Änderungen der Institutionen, wie etwa ein Euro-Zonen-Budget und einen Euro-Zonen-Finanzminister, scheint dies aber nicht zu gelingen.

Vordergründig versucht Macron die Bedenken der Deutschen zu zerstreuen, dass es dabei nicht um eine Vergemeinschaftung der Schulden gehen würde.

Doch das ist nichts weiter als Augenwischerei!

Diese Analyse-Punkte sollten Sie sich merken

Die französische Denkfabrik, die lediglich ihre eigene Meinung und nicht die der Regierung wiedergeben will – ein Schelm, wer Böses denkt… – schlägt 3 wichtige Punkte vor:

  1. Eine stärkere Solidarität zwischen den Staaten der Euro-Zone – sicher ahnen Sie bereits, was das heißt: Jene EU-Mitgliedstaaten, die wirtschaftliche bzw. finanzielle Probleme haben, sollen von der Gemeinschaft besser unterstützt werden. – Klingelt’s bei Ihnen?
  2. Die Europäische Zentralbank (EZB) soll einen Teil der Schulden der EU-Mitgliedstaaten aufkaufen. D. h. nichts anderes, als dass die staatlichen Schulden mit Hilfe der EZB aufgelöst werden. Dies sei eine notwendige Bedingung, um die Euro-Zone dauerhaft solide zu halten, heißt es.
  3. Im Gegenzug soll festgelegt werden, dass ein Land auch nicht mehr unterstützt werden soll, wenn es den auferlegten Sparauflagen nicht mehr nachkommen kann oder will.

Der 3. Punkt ist so elementar, dass wir diesem gleich ein eigenes Kapitel widmen:

Bald geht’s los: Immobilien-Besitzer, aufgepasst!

Viele unserer Leser – vielleicht auch Sie – besitzen Immobilien-Vermögen:

Grundstücke, Häuser, Wohnungen – der Markt boomt momentan und beschert den Besitzern und Eigentümern Traumpreise.

Diese sind mitunter so enorm, dass Experten von einer rasanten Überbewertung sprechen, sprich: von einer Immobilienblase.

Wie dem auch sei, nachfolgend ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis:

Eigentumswert fast verdoppelt

Ein guter Freund hat vor 20 Jahren eine Penthouse-Wohnung in einem Hochhaus in einer 50.000-Seelen-Gemeinde gekauft.

Der Preis betrug damals (umgerechnet von der damaligen D-Mark in Euro) 120.000 €.

Kürzlich hat er seine Wohnung verkauft – nach nicht einmal 2 Wochen stand der Deal. Und wissen Sie, zu was für einem Preis das Geschäft zustande kam: zu 235.000 €!

Das heißt: Dieser Freund hat 20 Jahre lang in einer Wohnung gelebt, die er damals für 120.000 € gekauft und nun fast um das doppelte wiederverkauft hat.

Ist das nicht toll? Doch jede Medaille hat auch ihre Kehrseite – v. a. die hier genannte.

18. Oktober 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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