Woher bekommen Fondsmanager ihre Marktinformationen?

Viele Fondsmanager, egal ob sie mit Investmentfonds, Treuhandfonds, Renten- oder Hedgefonds handeln, bekommen Informationen, die der normale Investor nicht bekommt. […] (Foto: Olivier Le Moal / Shutterstock.com)

Viele Fondsmanager, egal ob sie mit Investmentfonds, Treuhandfonds, Renten- oder Hedgefonds handeln, bekommen Informationen, die der normale Investor nicht bekommt. Die Art und die Qualität der Informationen bleiben jedoch für alle Investoren gleich.

Die Informationen der Manager kommen von öffentlich erhältlichen Quellen wie Nachrichtenartikeln, Jahresberichten oder Einreichungen bei den Börsen. Die meisten Fondsmanager verlassen sich dabei auf ein Team von Finanzexperten, die die neueste Software für ihre Analysen zur Verfügung haben. Damit untersuchen sie einzelne Unternehmen, Märkte und wirtschaftliche Entwicklungen und berechnen Empfehlungen und Vorhersagen für die kommende Marktentwicklung.

Auch wenn Fondsmanager all diese Hilfsmittel benutzen können, sind ihre Einschätzungen nicht so viel besser als die, die private Anleger mit Hilfe einer Fernsehbedienung und einer Maus treffen können. Der einzige Unterschied besteht in der besseren Ausbildung der professionellen Fondsmanager. Diese müssen sich außerdem an ethische Standards halten.

Fondsmanager und die meisten Analysten müssen sich einem speziellen Training unterziehen, die von entsprechenden Instituten angeboten werden. Voraussetzung hierzu ist meist ein gültiger Hochschulabschluss.

Darum sollten Sie unbedingt aufs Handelsvolumen achtenDie richtige Aktie zur richtigen Zeit – Wann Sie an der Börse Gas geben und wann Sie bremsen müssen › mehr lesen

Die Fondsmanager müssen sich außerdem bestimmten Regeln und ethischen Grundlagen verschreiben, ohne die sie aus ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen würden.

Fondsmanager verstehen daneben auch die Feinheiten der Makroökonomie, des internationalen Handelns und vieler weiterer Aspekte des Fondsgeschäfts. Diese Ausbildung ist natürlich nicht vorausgesetzt, um ein Fondsmanager zu werden, dennoch wird hierzu geraten.

Auch wenn die Erfahrung und die Ausbildung eines Fondsmanagers ihm oder ihr einen Vorteil verschaffen können, sind die getroffenen Entscheidungen nicht immer transparent genug. Der Manager kann Entscheidungen treffen, die nicht dem Wohle der Investoren in einen bestimmten Fonds entsprechen. Hier ist also Vorsicht geboten.

Auch wenn Fondsmanager bestens ausgebildete Profis sind, benutzen sie dennoch die gleichen Informationsquellen wie gewöhnliche Investoren. Ihre Entscheidungen sind daher nicht immer besser als die eines normalen Anlegers.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.