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Mietvertrag: Beendigungstermin und Widerspruchsrechst ernst nehmen!

Kein Mietvertrag währt ewig. Mietverhältnisse enden durch Zeitablauf, Kündigung oder durch einvernehmliche Vertragsaufhebung.

Die meisten Mietverhältnisse werden durch Kündigung beendet. Wollen Sie als Vermieter Ihrem Mieter kündigen, gilt es Verschiedenstes zu beachten. Warum Sie den Beendigungstermin des Vertrages angeben und auf das Widerspruchsrecht hinweisen sollten, erfahren sie im Folgenden.

Warum Sie den Beendigungstermin angeben sollten

Die unrichtige oder fehlende Angabe eines Beendigungstermins des Mietverhältnisses führt zwar nicht zur Unwirksamkeit der Kündigung. Aus Gründen der Klarheit sollten Sie aber unter Beachtung der Kündigungsfrist den Beendigungstermin im Kündigungsschreiben nennen.

Da die Angabe eines genauen Beendigungstermins im Kündigungsschreiben nicht erforderlich ist, führt die Bestimmung eines falschen Termins lediglich dazu, dass die Kündigung zum rechtmäßigen und nächstmöglichen Beendigungstermin wirksam ist.

Als Vermieter sollten Sie jedoch im eigenen Interesse den Termin so genau wie möglich bezeichnen. Ein Mieter, der die Räumung verweigert, gibt Anlass zu einer Räumungsklage und ist dazu verpflichtet, die anfallenden Kosten zu tragen.

Nennen Sie keinen Beendigungstermin, müssen Sie den Mieter erneut unter angemessener Fristsetzung zur Räumung auffordern, wenn er nach Ablauf der Kündigungsfrist nicht auszieht.

Wie Sie auf das Widerspruchsrecht hinweisen

Der Mieter hat das Recht einen Widerspruch gegen Ihre Kündigung zu erheben, wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für ihn, für seine Familie oder einen Hausangehörigen eine unzumutbare Härte bedeuten würde.

Eine unzumutbare Härte liegt insbesondere dann vor, wenn Ihr Mieter keine angemessene Ersatzwohnung zu zumutbaren Bedingungen findet. Weitere Härtegründe sind:


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  • Invalidität
  • Gebrechlichkeit
  • Schwere Erkrankung
  • Fortgeschrittene Schwangerschaft
  • Hohes Alter
  • Lange Mietdauer
  • Sehr starke Verwurzelung des Mieters in seiner Umgebung
  • Besondere schulische oder berufliche Verhältnisse
  • Vorhergehende besonders aufwändige Renovierung der Wohnung durch den Mieter

Wenn Sie als Vermieter eine ordentliche fristgebundene Kündigung verfassen, sollten Sie den Mieter auf sein Recht des Widerspruchs und auf Form und Frist des Widerspruchschreibens hinweisen.

Wenn Sie das nicht tun, verlängert sich die Widerspruchsfrist des Mieters zu Ihrem Nachteil. Der Hinweis muss rechtzeitig vor Ablauf der zweimonatigen Widerspruchsfrist erfolgen.

So können Sie formulieren: „Ich weise Sie auf § 574 BGB hin. Hiernach sind Sie berechtigt der Kündigung zu widersprechen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses zu verlangen, wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für Sie eine Härte bedeutet, die nicht durch berechtigte Interessen meinerseits zu rechtfertigen ist.

Ihr Widerspruch muss in Schriftform erfolgen und mir spätestens zwei Monate vor dem Beendigungszeitpunkt des Mietvertrages zugegangen sein.“

Unterbleibt ein solcher Hinweis, bleibt eine Kündigung zwar wirksam, der Mieter kann jedoch seinen Widerspruch noch in einer Gerichtsverhandlung über eine spätere Räumungsklage erklären.

Es besteht dann die große Gefahr, dass Ihre Räumungsklage keinen Erfolg hat, weil der Mieter noch einwenden kann, dass ihm der Auszug nicht zumutbar ist.

Wenn Sie als Vermieter zu einer außerordentlichen fristlosen Kündigung berechtigt sind, hat der Mieter keine Möglichkeit einen Widerspruch einzulegen. Das Gesetz verneint in diesem Fall ein Recht auf einen Verbleib in der Mietwohnung.

Praxis-Tipp: Ob eine außerordentliche fristlose Kündigung rechtmäßig ist, bestimmen nachträglich die Gerichte. Damit Sie wegen dieser Frage vor Gericht nicht unterliegen, sollten Sie auch bei Erklärung einer fristlosen Kündigung zusätzlich die ordentliche fristgebundene Kündigung erklären und auf das Recht des Mieters zum Widerspruch hinweisen.

1. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.