Die Entwicklung des Schweizer Franken

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Die Entwicklung des Schweizer Franken ist für Anleger, aber auch Kreditnehmer mit einem Fremdwährungskredit in der Schweiz wichtig. (Foto: newroadboy / Shutterstock.com)

Die Schweiz ist als ein wirtschaftlich sehr stabiles Land bekannt. Für Privatanleger mit Geldanlagen in der Schweiz ist es jedoch unerlässlich, sich regelmäßig über die Entwicklung der Schweizer Franken zu informieren und den Kurs im Blick zu halten. Schließlich hängt der Ertrag von diesem Kurs ab.

Auch für Kreditnehmer in der Schweiz ist die Entwicklung der Schweizer Franken von Bedeutung, da Kredite je nach Schwankung teurer oder günstiger sein können. Eine Einführung der ersten einheitlichen Frankenwährung geschah im Jahr 1798 durch die Franzosen.

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Entwicklung des Schweizer Franken: Folgen

Für Anleger ist es stets wichtig, die Kursentwicklung der Schweizer Franken im Blick zu halten. Schließlich bedeuten Schwankungen im Kurs auch Schwankungen in den Zinserträgen der Geldanlage. Geldanleger in der Schweiz profitieren von einem starken Schweizer Franken. Für Schuldner ist eher das Gegenteil der Fall.

Denn für Menschen, die in der Schweiz Kredite aufgenommen haben, um beispielsweise ein Eigenheim zu finanzieren, bedeutet ein Abfall des Kurses, dass auch die Kreditschuld der Schweizer Franken-Darlehen stark steigt. Für Häuslebauer mit Krediten aus der Schweiz heißt das, dass sie durch ihre Fremdwährungsfinanzierung ihre Kredite länger abzuzahlen haben, als ursprünglich geplant.

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Fremdwährungskredite sind unter starken Währungen keine gute Idee, da sie zu teuer sind und Anleger auf diese Weise länger beziehungsweise mehr abbezahlen müssen als in Deutschland.

Fremdwährungskredite umschichten

Für Anleger, die einen Kredit in der Schweiz haben und diesen aufgrund von Währungsschwankungen umschichten wollen, ist dies möglich. Gleichzeitig liegt dieser Schritt bei einem starken Schweizer Franken auch im Interesse der Banken. Für die Schweizer Kreditinstitute sind teure Kredite, die durch eine starke Währung bedingt werden, nämlich ebenfalls sehr kostspielig.

Die Banken müssen für die Kredite viel Kapital hinterlegen, was für sie sehr teuer ist. Falls sich ein Kreditnehmer aber tatsächlich dazu entscheidet, sein Franken-Darlehen in ein Euro-Darlehen umzuwandeln, so wird ein starker Schweizer Franken für ihn zur Realität. Er hat dann einen hohen finanziellen Verlust, was die Konvertierung des Darlehens wenig reizvoll macht.

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Falls ein Kredit tatsächlich währungsbedingt teurer wird, hilft zunächst erst einmal abzuwarten und die gesamtwirtschaftliche Lage zu beobachten, bevor folgenschwere Schritte eingeleitet werden, die mit hohen Kosten einhergehen.

Schließlich kann es durch wirtschaftspolitische Gegebenheiten passieren, dass eine Währung in einiger Zeit einen gänzlich anderen Kurs hat und sich die Lage für Kreditnehmer entspannt.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.