Krones-Aktie: Maschinenbauer sorgt mit positivem Ausblick für gute Stimmung

Nach einer Konsolidierungs-Phase im vergangenen Geschäftsjahr kommt langsam wieder Schwung in die Aktie des Neustraublinger Familien-Unternehmens.

Die wieder aufkeimende Zuversicht der Anleger dürfte von den gerade vorgelegten Zahlen und dem Ausblick weiteren Rückenwind bekommen.

Denn dank guter internationaler Geschäfte blickt die Konzern-Führung durchaus optimistisch in die Zukunft.

Krones – Familien-Unternehmen par excellence

Nebenwerte-Spezialisten ist Krones schon lange ein Begriff, denn die Firma ist ein typischer Familien-Betrieb:

Mehrheitlich (zu 51,7%) befindet sich der 1951 gegründete Traditions-Konzern weiterhin in den Händen der Gründer-Familie Kronseder.

Über den Aufsichtsrat kontrolliert Volker Kronseder den Konzern. Seit 1984 ist das Unternehmen börsennotiert.

Krones produziert Maschinen und Anlagen für die Getränke- und Nahrungsmittel-Industrie.

Die Produktion erfolgt übrigens ausschließlich in Deutschland. Rund 90% der Umsätze werden hingegen außerhalb Deutschlands erzielt.

Das Geschäft mit Abfüll-Anlagen, überwiegend für Getränke, ist mit ca. 80% des Konzern-Umsatzes und mehr als 100% des operativen Ergebnisses der mit Abstand wichtigste Bereich.

Das Anlagen-Geschäft der Prozess-Technik erzielt rund 15% des Konzern-Umsatzes und ist ebenso wie der kleinste Bereich, KOSME (unteres Leistungs-Spektrum bei Abfüll-Anlagen), nicht profitabel.

Weltmarktführer bei Getränke-Abfüllmaschinen

Die Marktstellung ist beeindruckend:

Krones ist mit einem Anteil von rund 23% bei Getränke-Abfüllmaschinen klarer Weltmarktführer vor der zu Tetra Laval gehörenden Sidel (11%) und der zu Salzgitter zählenden KHS (9%).

Wachstumstreiber für die Branche sind vor allem die zunehmende Weltbevölkerung und steigender Wohlstand insbesondere in den bevölkerungsreichen Schwellenländern.

Die Branche hat in den letzten Jahren stark von der wachsenden Nachfrage nach PET-Anlagen profitiert; PET-Flaschen ersetzen zunehmend alternative Verpackungen, wie Glas, Dosen und Karton.

Umsatz und Ergebnis ziehen weiter an

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterten die Umsätze – nicht zuletzt dank Übernahmen – auf 3,39 Mrd. € (+6,9%) nach oben.

Beim Überschuss erreichte Krones sogar einen Anstieg um mehr als 8% auf 169 Mio. €. Das entspricht einer Gewinnspanne von 4,98%.

Damit konnte die Firma trotz scharfen Wettbewerbs das Niveau des Vorjahres (4,96%) behaupten.

Weiteres Wachstum angepeilt

Auch für die Zukunft zeigt sich die Geschäftsführung optimistisch:

Zuversichtlich stimmt der Auftrags-Eingang, der um 8% auf 3,44 Mrd. € zulegen konnte. Für das Gesamtjahr erwartet Krones einen Umsatz-Anstieg um 4%.

Zugleich soll die Vorsteuer-Marge bei 7% liegen. Für Sie zum Vergleich: Im zurückliegenden Geschäftsjahr betrug die Vorsteuer-Marge 6,7%.

Die Analysten rechnen in den nächsten beiden Jahren mit einem Anstieg des Gewinns je Aktie auf 5,58 bzw. 6,05 €. Damit ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18 für das laufende Geschäftsjahr.

Das durchschnittliche Kursziel der 15 Analysten, die sich mit dem Papier beschäftigen, liegt aktuell bei 105,81 € (aktueller Kurs: 102 €).

3. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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