Das sind die 10 größten deutschen Verlagshäuser

Trotz Internet, Smartphones und Computern sind Bücher aus dem Alltag nicht wegzudenken und die großen Verlagshäuser machen nach wie vor Gewinne und steigern zum Teil sogar ihren Umsatz. Es fällt aber auf, dass viele der 10 größten Verlagshäuser Deutschlands nicht nur Literatur herausbringen, sondern auch Fachbücher, Sachbücher und Software-Programme.

Diese verstärkte Entwicklung hin zu Software zeigt, wie sich die Verlagsbranche in den letzten Jahren verändert hat und sich der Digitalisierung mehr und mehr anpasst beziehungsweise anpassen muss, um noch Schritt zu halten. Das sind die 10 größten deutschen Verlagshäusern gemessen am Umsatz 2016 (Quelle: Buchreport.de, „Die 100 größten Verlage“).

10. Thieme, 150 Mio. € Umsatz in 2016

Der Leipziger Thieme Verlag bringt Lehrbücher und Nachschlagewerke aus zahlreichen Themengebieten der Medizin und Psychologie heraus. Auch die Zeitschriften des Verlags sind medizinisch ausgerichtet. Der Verlag ist ein Familienunternehmen, sitzt in Stuttgart und hat über 4.400 Buchtitel im Programm.

9. C.H. Beck (185,3 Mio. €)

Seinen Umsatz konnte der C.H. Beck Verlag von 2015 auf 2016 um 7,9 % erhöhen. Neben Literatur verlegt der Verlag mit Sitz in München auch Sachbücher, Lexika, Zeitschriften und wissenschaftliche Bücher. Gegründet wurde der Verlag 1763 und hat mittlerweile mehr als 9.000 Titel im Programm.

8.  WEKA (191 Mio. €)

WEKA ist ein Fachverlag und hat im Jahr 2016 191 Mio. € umgesetzt. Zu den Verlagserzeugnissen gehören neben Büchern und Loseblattwerken auch Software-Programme rund um die Themen Bau und Immobilien, Betriebliche Sicherheit, Management und Assistenz, Energie, Datenschutz und viele mehr.

7. Wolters Kluwer Deutschland (200 Mio. €)

Wolters Kluwer ist eigentlich ein niederländischer Verlag, ist aber auch in Deutschland aktiv und das mit durchschlagendem Erfolg. In über 40 Ländern ist das Verlagshaus aktiv und konnte im Jahr 2016 in Deutschland mit Fachbüchern aus den Bereichen Wirtschaft, Recht und Steuer 200 Mio. € umsetzen.

6. Haufe (266,7 Mio. €)

Die Haufe-Gruppe hat ihren Sitz in Freiburg und beschäftigt über 1.300 Mitarbeiter. Aus dem reinen Verlagsgeschäft ist über die Jahre ein Unternehmen geworden, das Lösungen im Bereich digitaler Arbeitsplatz, digitale Dienstleistungen und andere Software anbietet.

5. Cornelsen Bildungsgruppe (272 Mio. €)

Cornelsen ist einer der führenden Verlage beim Thema Schulbücher und bietet zudem mehr und mehr digitale Produkte und sogar Schulbücher als Ebooks an. Mehr als 17.000 Titel aus 40 verschiedenen Fachrichtungen hat der Verlag bereits publiziert.

4. Klett Gruppe (296 Mio. €)

Zur Klett Gruppe gehört ein weiterer Bildungsverlag, der Schulbücher und Unterrichtsmaterialien herausbringt – der Ernst Klett Verlag. Auch der Wörterbücher-Verlag PONS gehört zur Klett Gruppe. Die Klett Gruppe ist eine Aktiengesellschaft, die Aktien werden aber nicht frei gehandelt.

3. Westermann Verlagsgruppe (300 Mio. €)

Auch die Westermann Verlagsgruppe verlegt Schulbücher, darüber hinaus stehen aber auch Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher, Lernspiele, Online-Bildungsangebote, Lernsoftware und Fachzeitschriften auf dem Programm. 300 Mio. € hat die Westermann Verlagsgruppe im Jahr 2016 umgesetzt und es damit auf den dritten Platz der größten deutschen Verlagshäuser geschafft.

2. Random House (309 Mio. €)

Die Random House Gruppe gehört zum Bertelsmann Konzern und vereint viele namhafte Verlage unter einem Dach. Blanvalet, Bassermann, Goldmann, der Heyne-Verlag und C. Bertelsmann sind nur einige, die zu nennen sind – sie verlegen Literatur und Belletristik, Bildbände und Ratgeber.

1. Springer Nature (533,4 Mio. €)

Die wissenschaftliche Verlagsgruppe Springer Nature ist aus dem Zusammenschluss von Springer Science+BusinessMedia und verschiedenen Verlagen aus der Verlagsgruppe Georg Holtzbrinck im Jahr 2015 entstanden. 2016 hat sie 4,5 % mehr als in 2015 umgesetzt und hat in Deutschland rund 1.700 Mitarbeiter. 55 Verlage gehören in 25 Ländern zur Gruppe, die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Technik, Verkehr, Medizin, Wirtschaft und Wissenschaft.

Ein weiterer deutscher Verlag neben Springer, dessen Aktien frei gehandelt werden ist der Publikumsverlag Bastei Lübbe. Im Ranking der 100 größten Verlage liegt Bastei Lübbe wie auch schon im Vorjahr auf Platz 17. Mit dem Autor Dan Brown hat der Verlag einen Bestseller-Garanten unter Vertrag.


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1. Dezember 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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