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Vom Familien-Unternehmen zum Weltkonzern

Im Gründungsjahr hatte die "Sixt Autofahrten und Selbstfahrer" einen Fuhrpark von 7 Autos. Heute bewegt das Unternehmen alleine in Europa jeden Tag eine Flotte von mehr als 60.000 Fahrzeugen. > Mehr...

Sixt – megastocker – Adobe Stock

Sixt: Vom Familien-Unternehmen zum Weltkonzern

Kurzprofil Die Sixt SE (WKN 723132) mit Sitz in Pullach bei München wurde 1912 gegründet. Neben der Vermietung von Selbstfahrer-Fahrzeugen aus dem PKW- und LKW-Bereich unter den Namen Sixt und DriveNow ist der Konzern auch im Leasing-Geschäft und dem Limousinen-Service aktiv. 1991 stieg das Unternehmen zum größten Autovermieter Deutschlands auf, weltweit betreibt Sixt rund 4.000 Stationen in 105 Ländern.

Das Unternehmen befindet sich mit 57 % im Mehrheitsbesitz der Sixt-Familie. 2013 folgte die Umwandlung von einer Aktiengesellschaft in die Rechtsform einer Europäischen Gesellschaft (SE).
Sixt SE ST O.N.
90,10 €
-0,35-0,39 %
  • ISIN: DE0007231326
  • WKN: 723132
Chart
  • 1T
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 3J
  • 5J
Kurs (Daten der Börse Stuttgart)
Letzter90,1 €
Zeitpunkt20.09.2019 21:55
Tief89,95 €
Hoch91,1 €
Eröffnung91 €
Briefkurs90,25 €
Geldkurs90 €
Kennzahlen
Dividenden Rendite2,38 %
KGV17,66
Performanz
Hoch 52 Wochen106,58 €
Tief 52 Wochen62,32 €
1 Jahr-14,04 %
3 Jahre98,15 %
5 Jahre288,61 %
Vorstandsportrait

Erich Sixt: Besessen vom Wunsch nach Mobilität

Er sei von seiner Arbeit besessen, sagt Erich Sixt über sich selber. Jeden Morgen erscheint er pünktlich in seinem Büro in Pullach, einem Vorort von München, aus dem er sein Imperium steuert, einen der größten Autovermieter der Welt.

Diesen Arbeitswillen hat er von seinem Vater förmlich aufgezwungen bekommen. Dieser hatte sich mit einem damals noch lokal beschränkten Mietwagenanbieter einen Namen gemacht, 1962 stand das Geschäft jedoch auf der Kippe. So wurde der erst 18-jährige Erich Sixt nach Paris geschickt, um die marode Finanzsituation an der dortigen Flughafenstation zu verbessern. Sieben Jahre später übernahm er mit 25 Jahren das gesamte Geschäft, mit einer Flotte von insgesamt 200 Fahrzeugen.

Erich Sixt: Mit ehrgeizigen Zielen zum Erfolg

Zu wenig für Sixt, der sich sofort ehrgeizige Ziele setzte. Als erster Schritt sollte die Flotte auf 1.000 Fahrzeuge ausgebaut werden, eine immer noch lächerlich geringe Zahl im Vergleich mit der heutigen Flotte, die alleine in Europa 60.000 Fahrzeuge umfasst. Sein heutiger Traum ist ebenfalls klar umrissen: Nach Deutschland will er mit Sixt auch das europäische Mietwagengeschäft erobern.

Aber natürlich bleibt zwischendurch auch Zeit für ein bisschen Freizeit. So setzt sich Sixt gerne mal ans Steuer alter Fahrzeuge. So gehören ihm unter anderem ein Mercedes Landaulet, ein 600 Pullmann oder ein 300 SL. Sixt ist außerdem in jedem Jahr bei der Oldtimer-Rallye Mille Miglia dabei, die ihn quer durch Italien führt. Meist wird dies zu einem Familienevent, 2013 waren beispielsweise Frau Regine Sixt, die im Konzern als Leiterin des Internationalen Marketing ebenfalls eine gewichtige Rolle spielt, sowie Sohn Konstantin als Beifahrer dabei.

Die Familie muss warten

Einer der wenigen Momente also, bei dem Erich Sixt Zeit für die Familie findet. Schon vor Jahren musste er zugeben, dass man sich als Unternehmer meist zwischen Familie und Erfolg entscheiden müsse. Da passt es, dass seine Söhne Konstantin und Alexander ebenfalls fest im Konzern verankert sind, der eine als Vertriebsleiter für Deutschland, der andere als Leiter der Konzernentwicklung.

Ganz klar in der Verantwortung des Vaters liegt jedoch ein besonderes Markenzeichen der Sixt AG: Das der kontroversen Werbung, die Berühmtheiten und aktuelle Ereignisse parodieren und damit oftmals in die Schlagzeilen geraten. So nutzte das Unternehmen beispielsweise Demonstrationen für den Atomausstieg für eine eigene Kundgebung „gegen hohe Preise“ oder warb kurz nach ihrem Amtsantritt mit einer Fotomontage von Angela Merkel mit Sturmfrisur für die neuesten Cabrio-Angebote.

Erich Sixt: Auf Gerechtigkeit aus

Aber nicht nur auf Berühmtheiten, auch auf den Staat hat es Erich Sixt zuweilen abgesehen. So zog er 2013 gegen die neue Berechnung der GEZ-Gebühren vor Gericht. Diese habe seinem Unternehmen unzumutbare Mehrausgaben beschert – und dies durch verfassungswidrige Abgaben. Sein Argument ist klar: Jeder Mieter zahle schließlich schon private Beiträge, als Nutzer der Mietwagenflotte würden diese so doppelt zur Kasse gebeten.

Alleine für das erste Quartal 2013 wurden dem Mietwagenkonzern monatliche Rundfunkgebühren von 6 Euro pro Fahrzeug in Rechnung gestellt. Diese Kosten summieren sich auf 718.000 € von Januar bis März – auf das Jahr gesehen rechnet Sixt mit Mehrkosten im dreistelligen Bereich. Ein klarer Dorn im Auge für den erfolgreichen Geschäftsmann. Und auch hier wird er wie besessen für sein Unternehmen kämpfen.

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